
A fool with a tool is still a fool - Plone Tagung 2025 in Koblenz
AI in der Software-Entwicklung - Erfahrungsbericht Vortrag von Andreas Jung auf der Plone-Tagung 2025 in Koblenz Kernaussage "A fool with a tool is still a fool" - AI-Tools sind mächtige Hilfsmittel, ersetzen aber nicht fundiertes Software-Engineering-Wissen. Drei Praxisprojekte 1. Green Energy Herkunftsnachweise (2024-2025) Problem: Schlecht strukturierte FastAPI-Anwendung (10.000 LoC) von Junior-Entwickler AI-Einsatz: GitHub Copilot für Unittests, Dokumentation und Integrationstests Ergebnis: Testabdeckung von 60% auf 92% gesteigert, deutlich bessere Codequalität 2. Wasserstoffverteilnetze-Simulation (Q2/2025) Herausforderung: 7.500 LoC chaotischer Code von Physikern/Data Scientists, fast keine Tests AI-Tool: Claude Code (Anthropic CLI-Tool) Erfolg: 280 Unit Tests generiert, 95% Testabdeckung, automatische Dokumentation Kosten: ca. 30€ AI-Kosten bei enormer Zeitersparnis 3. Plone 4→6 Migration (Uni Saarland) Aufgabe: Webshop-Migration mit Frontend/Backend-Sanierung AI-Nutzen: Terraform/Ansible-Konfiguration, JavaScript-Modernisierung, Bootstrap 5-Migration Positive Aspekte von AI-Tools Automatische Dokumentation fachfremden Codes Generierung von Tests für Qualitätssicherung Bootstrapping neuer Projekte Vereinfachung repetitiver Refaktorierungsaufgaben Zugänglichkeit fachfremder Technologien Produktivitätssteigerung und Zeitersparnis Problematische Seiten Generierung veralteten Codes (besonders ChatGPT) Halluzinationen und falscher Code AI kann sich in Sackgassen verrennen Partielle Verantwortungsabgabe an AI Aktuelle Grenzen (Anti-Patterns) ❌ Software-Architektur in größeren Projekten ❌ Große Refactorings ❌ Umfangreiche unkontrollierte Änderungen ❌ Eigene Fehler erkennen und korrigieren Fazit AI-Tools bieten enormes Potenzial für Produktivitätssteigerung, erfordern aber verantwortungsvollen Umgang und fundierte Software-Engineering-Kenntnisse. Schulungen für Nicht-Entwickler sind essentiell.





